Tag der Ansteckung
Tag der Ansteckung (UA)
Sozialgerichtsdrama von Felicia Zeller
Bühnenbild, Kostüme, Video, Tonspur: Florian Barth
Dramaturgie: Holger Schröder
Theaterfotos: Thomas Jauck
Staatstheater Braunschweig, Kleines Haus, Premiere 23.01.26
Ein editiertes Video ist zu Sichtungszwecken erhältlich via mail(at)christoph-diem.de
Presse:
Vor allem dem Braunschweiger Ensemble ist es zu verdanken, dass das auf der Bühne nicht papieren wirkt. Es windet sich mit Haltungen zwischen naiv, ratlos, idealistisch und richtiggehend fies durch Zellers gestutzte und spielerisch hüpfende Sätze und holt dabei sogar oft Witz aus ihnen heraus, wo man keinen vermutet. (…) Es ist ein schöner Balanceakt, den Zeller, Diem und das Ensemble des Staatstheater Braunschweig hinlegen: Einerseits ist „Tag der Ansteckung“ ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, Long Covid als körperliches Leiden ernst zu nehmen und intensiver zu beforschen – was tatsächlich erst heute, sechs Jahre nach Ausbruch der Pandemie, langsam in Angriff genommen wird. Andererseits ist es aber auch eine stellenweise sehr lustige Gerichtsgroteske, die genüsslich an Sollbruchstellen im Gesundheitssystem operiert und sie schmerzhaft offen legt. (nachtkritik.de)
Zeller lässt Ihr Personentableau, besetzt mit einem starken Ensemble (…) in eruptiven Wortwechseln aufeinander treffen. So eruptiv, dass kaum noch ganze, vollverständliche Sätze gesprochen werden, wie abgeschaut aus unserer hektischen Alltagskommunikation. Gefangene ihres Textkorsetts, werden die hochkonzentrierten Darsteller:innen zu generischen Typen und glaubhaften Rädchen im Getriebe eines Justizapparates, der sich nicht mehr mit der gebotenen Seriosität eines Falles annehmen kann oder will. (…) Nach der Uraufführung von DER FISKUS ist dieses Sozialgerichtsdrama eine weitere Zusammenarbeit der Autorin mit Regisseur Christoph Diem. (Theater der Zeit)
Starkes Stück in Braunschweig. (Braunschweiger Zeitung)
Mit Felicia Zellers „Tag der Ansteckung“ gelingt am Staatstheater Braunschweig ein unterhaltendes Gerichtsdrama zu einer verdrängten Krankheit, von der Regie poetisch aufgebrochen. (…) Regisseur Christoph Diem hat sich mit Florian Barth als Verantwortlichem für Ausstattung und Video für eine ästhetische Überformung entschieden, die atmosphärisch stark gelingt: Mal erleben wir die Figuren in live-Videos aus anderer Perspektive. Mal wehen nur die Gardinen aus Elkes dunklem Zimmer zu zartem Gesang. Richtig stark die Verfremdung durch Aufnahmen im Schnee, wenn die Bilder sich immer mehr in Corona-Virus-Raster auflösen. Auch die Dialoge aus der WhatsApp-Gruppe von Long-Covid-Patientinnen, lustig aufgesagt mit vielen Emojis, werden zu einem surrealen Traumspiel aus Lichtfäden und lassen die Figuren optisch zu jenen Emoticons mutieren. (Die Deutsche Bühne)










